2009: Aufgetaut

Aufgetaut – Schülervertreter wachen auf

Schülervertretungen wachen auf – unter diesem Motto brachte WEP wieder frischen Wind in die teils eingerosteten SV-Strukturen an drei verschiedenen Oberschulen in Marzahn-Hellersdorf.
Der Ansatz war dabei denkbar einfach und das Ziel klar: ,,Jugendliche zum Einmischen und aktiven Mitgestalten ihres Lebensumfeldes auffordern, Demokratiebewusstsein schaffen und ihnen zeigen, dass man durch Engagement etwas verändern kann.“ Zusammen mit Gleichaltrigen etwas bewegen, dafür bieten Schülervertretungen die besten Voraussetzungen, zumal Schüler über fünfzig Prozent ihrer Zeit in der Schule verbringen.
Trotzallem wird die Schülervertretungsarbeit sowohl vom Schulpersonal als auch von den Schülern selbst vernachlässigt und als Instrument zur Beteiligung selten angenommen.

Genau dies wollte WEP im Jahr 2009 ändern und schaffte es trotz geringer personaler Besetzung gemeinsam mit engagierten Schülern an drei Oberschulen demokratische und präsente Schulsprecherwahlen zu planen und umzusetzen.
Am Otto-Nagel Gymnasium, an der Klingenberg Oberschule und an der Jan-Julius Hecker Oberschule fanden in diesem Rahmen vor den Sommerferien Planungsworkshops statt, bei denen neben der gemeinsamen Entwicklung eines Wahlkonzepts mit den Schülern auch über Rechte und Pflichten einer SV gesprochen wurde. Nach den Sommerferien betreuten die WEPpies die Schüler bei der Umsetzung ihrer Pläne. Neben der Organisation des tatsächlichen Wahltages legten sie dabei auch viel Wert auf die Aufklärung der Kandidaten und Schüler darüber, was eigentlich die Aufgaben und Pflichten eines Schulsprechers sind. Denn nur wer weiß, wofür er kandidiert, kann später sein Amt gut ausfüllen und nur wer weiß, zu was man jemanden eigentlich wählt, kann eine gewissenhafte Entscheidung treffen.

 

In der Schule beginnt das aktive Erfahren des gesellschaftlichen und politischen Umfelds. Im Fokus der Vorbereitungen stand daher, dass die ersten Wahlen, mit denen Schüler vor ihrer eigentlichen Wahlberechtigung in Kontakt kommen, keine Mauschelei-im-Hinterzimmer-Veranstaltung sind, sondern einen demokratischen Prozess aufzeigen, an dem alle Schüler mitwirken können und der transparent ist. Diese Transparenz und teils aktive Wahlkampagnen der einzelnen Kandidaten schufen bei der allgemeinen Schülerschaft ein größeres Interesse und Bewusstsein für die Schülervertretung. Denn was bringt ein Schulsprecher, wenn niemand weiß, wer er ist und was für Möglichkeiten er hat.

 

Im dritten Quartal 2009 organisierte WEP zusätzlich eine Art Zukunftswerkstatt für den Marzahn-Hellersdorfer Bezirksschülerausschuss. Als einziges offizielles Gremium im Bezirk, welches Schüler der verschiedenen Schulen miteinander vernetzt, kommt dem BSA eine besondere Bedeutung zugute. Dank Greenline Hotels konnte WEP dem BSA eine attraktive Wochenendfahrt nach Magdeburg mit Übernachtung im Tagungshotel Alt Prester ermöglichen. Hier entwickelten die Teilnehmerinnen eine neue Arbeitsstruktur des BSA’s und legten den Grundstein für die zukünftige Arbeit des Gremiums.

 

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